Asphaltmischanlage Nentershausen

Mit Revoc-Nachrüstsystem Cges-Grenzwerte einhalten

Mit einer höheren Recycling-Zugabequote lassen sich bei der Asphaltherstellung Ressourcen schonen und Altmaterial sinnvoll wiederverwenden. Wäre da nicht das Problem, dass sich beim Erhitzen von Altasphalt ein Teil der Cges-Konzentrationen aus dem Recyclingmaterial verflüchtigt und sich damit der Ausstoß an Gesamtkohlenstoffen erhöht. Diesen Nachhaltigkeitskonflikt löst bei einer bestehenden Asphaltmischanlage in Hessen die Retrofit-Lösung Revoc von Benninghoven.

Wirtgen, Benninghoven, Revoc
Das Revoc-System wurde individuell auf die Benninghoven-TBA-Anlage zugeschnitten. Sie produziert jährlich an die 100.000 t Mischgut für den Straßen- und Wegebau. (Bild: Wirtgen)

Die Benninghoven-Anlage vom Typ TBA, Baujahr 2007, befindet sich auf dem Gelände eines Basaltsteinbruchs im hessischen Nentershausen und produziert jährlich 80.000 bis 100.000 t Mischgut für den Straßen- und Wegebau. Um den Asphalt in Zukunft noch nachhaltiger produzieren zu können, entschied sich der Anlagenbetreiber, den Katalysator für Asphaltmischanlagen nachzurüsten. „Wir haben uns für den Revoc entschieden, weil wir mit dem System auch bei hoher Recyclingzugabe die Gesamtkohlenstoffe-Emissionen (Cges) sicher einhalten“, erklärt Peter Bach, Geschäftsführer WWA Westerwald Asphalt.

Wirtgen, Benninghoven, Revoc
Die Emissionen werden dank des Katalysators für Asphaltmischanlagen direkt am Ort ihrer Entstehung abgesaugt. (Bild: Wirtgen)

Das Revoc-System funktioniert wie ein Katalysator. Die im Mischer der Asphaltanlage entstehenden Dämpfe werden direkt am Ort ihrer Entstehung abgesaugt und zur thermischen Nachbehandlung in das System geleitet. Dank der Reduzierung der Emissionen kann der Anlagenbetreiber mehr recyceltes Material dem Mischprozess hinzufügen, ohne die Grenzwerte zu überschreiten. So wurde in Nentershausen die Recycling-Zugabequote von vormals 30 bis 40 Prozent nun auf 50 Prozent erhöht. Gleichzeitig gelang es, die Cges um mehr als 50 Prozent zu reduzieren. Durch den geringeren Einsatz von Primärrohstoffen werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch Kosten eingespart.

Das gesamte Projekt wurde engmaschig betreut und die Emissionswerte regelmäßig gemessen. Das Ergebnis der damit einhergehenden Feinjustierung der Anlage übertraf die Erwartungen. Für Alt-Anlagenbetreiber, die ihren Standort zukunftssicher aufstellen wollen, bietet das Revoc-System als Retrofit-Lösung eine gute Perspektive: gesteigerte Anlagenperformance, hohe Recycling-Zugaben und reduzierte Emissionen. Das System ist so konzipiert, dass auch Alt-Anlagen anderer Hersteller davon profitieren.