Mobile Straßenbaustellen elektrifizieren

Mit dem gemeinsamen Forschungsprojekt Volta Via wollen der Vermiet- und Baulogistik-Dienstleister Zeppelin Rental und Forscher des Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen ausloten, wie die Elektrifizierung von Großbaustellen im Straßenbau gelingen kann.
Mobile Straßenbaustellen stehen hier vor großen Herausforderungen, da nur bedingt stationäre Infrastruktur, wie beispielsweise feste Leitungen und Ladepunkte, installiert werden kann. Deshalb wird zunächst der weltweite Stand der Technik der Elektrifizierung von Baustellen und Baumaschinen analysiert. Im Anschluss wird ermittelt, welche bisher noch fossil betriebenen Geräte in den kommenden Jahren elektrifiziert werden können. Aus dem sich damit ergebenden Energiebedarf werden dann die Anforderungen an die (mobile) Baustelleninfrastruktur abgeleitet und schließlich die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Inbetriebnahme einer solchen Infrastruktur abgesteckt und ein Gesamtkonzept definiert.
„Bei diesem Gesamtkonzept bewerten wir unter anderem den Einfluss der Elektrifizierung auf die Kosten sowie die Treibhausgasemissionen. Zugleich dient es als Basis, an der wir ableiten, bei welchen Baustellengrößen und -arten eine Elektrifizierung besonders sinnvoll ist. So können wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage erarbeiten, auf der Ausschreibungen von künftigen Straßenbauprojekten gestaltet werden können“, so Stephan Bäumler, Leiter Geschäftsbereich Baustellen- und Verkehrssicherung bei Zeppelin Rental.
Das Vorhaben hat die Jury der D-A-CH-Kooperation für Verkehrsinfrastrukturforschung überzeugt und erhält nun wichtige Unterstützung. Die Jury sieht hohe Erfolgschancen und großes Potenzial in der raschen Implementierung der Ergebnisse.